Feministische Kunstgeschichte.pdf

Feministische Kunstgeschichte PDF

Nina Pichler

Diplomarbeit aus dem Jahr 2008 im Fachbereich Kunst - Kunstgeschichte, Note: Sehr gut, Karl-Franzens-Universität Graz (Kunstgeschichte), Sprache: Deutsch, Abstract: Im Laufe der postmodernen Frauenbewegung wurden (auch) im Wissenschaftsbetrieb feministische Werke publiziert. In den Geisteswissenschaften wurden historische und gesellschaftliche Ereignisse aus feministischer Perspektive interpretiert und dementsprechend verzerrt. Der Schwerpunkt dieser Arbeit liegt in der kritischen Betrachtung ausgewählter feministischer Positionen in der Kunstgeschichte. Es wird besonders auf die feministische Auseinandersetzung über weibliche Ästhetik, auf Äußerungen über berühmte Künstlerinnen der Vergangenheit und Interpretationen von Frauen-Darstellungen eingegangen. Die feministischen Wissenschafterinnen stellten fest, dass die gesellschaftlichen Erwartungen das Leben der Frauen eng schnürte und schlussfolgerten daraus, dass Frauen von Männern durch ein patriarchales System unterdrückt wurden. Dabei wurde vergessen, dass man heutige soziale Strukturen nicht mit damaligen vergleichen kann. Weiters werden die sozialen Umstände der Männer übersehen, die genauso an gesellschaftliche Konventionen gebunden waren, denen sie sich nicht ohne weiteres entziehen konnten. Bei der Überprüfung der Frauen-Bilder und der Künstlerinnen-Biografien wird die tatsächliche Stellung der Frau in der Vergangenheit offenkundig. Oftmals ist die Macht der Frau auf vielen Gemälden unübersehbar. Die feministischen Interpretationen bezogen sich auf die weibliche Sexualität, die in vielen Bildern von Frauen vorhanden ist. Über Weiblichkeit vertreten feministische Wissenschafterinnen verschiedene Meinungen. Einerseits wird auf das Weibliche wert gelegt, dessen Nicht-Vorhanden-Sein in der Geschichte als fehlender Teil gesehen wird. Durch Frauenforschung wird versucht die Geschichte um ihren weiblichen Anteil zu erweitern und zu vervollständigen. Gleichheitsfeministinnen jedoch sehen Weiblichkeit als ein soziales Konstrukt, welches aufgelöst werden kann um Unterschiede zwischen Männern und Frauen aufzuheben.Die feministische Bewegung hat es nicht geschafft, einen aliquoten Anteil von Frauen in Kunst und Kunstgeschichte zu etablieren, obwohl gravierende gesellschaftliche Veränderungen in den letzten Jahrzehnten stattfanden, die die Frauen in die Öffentlichkeit und in die Arbeitswelt drängten. Die grundsätzliche Relation zwischen den Geschlechtern in den kulturproduzierenden Bereichen dürfte auch in Zukunft als eine zu beachtende Konstante auftreten.

Die feministische Kunstgeschichte der 1970er- und 80er-Jahre übte umfassende Kritik am männlich dominierten kunsthistorischen Kanon, da „Kunst von Frauen“ seit Vasari mit Abwer-tung und Ausschluss belegt war. Lucy Lippard, Linda Nochlin, Griselda Pollock und Daniela

7.86 MB DATEIGRÖSSE
9783640944330 ISBN
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